ERÖFFNUNG IM NOVEMBER 2009

Als wir erfuhren, dass das Pförtnerhäuschen nicht wie die übrigen Verwaltungsgebäude und Produktionshallen des einstmals größten Arbeitgebers des Ortes, abgerissen werden sollte, suchten wir gerade einen Ausstellungsraum für eine befreundete Künstlerin. Nach einem Gespräch mit der Bürgermeisterin war recht schnell klar, dass eine Nutzung des Gebäudes für beide Seite nur Vorteile bringt. Für die Bürger entstand so aus einem abbruchreifen unansehnlichen Gebäude ein transparentes Panoptikum mit wechselnden Kunstwerken. Nachdem wir wochenlang Müll und Gerümpel entsorgt haben, wobei uns hier besonders die Mitarbeiter des Bauhofes unterstützt haben, denen wir an dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön sagen möchte, sprachen uns viele Menschen an. Die meisten gaben sich als ehemalige Angestellte oder Angehörige ehemaliger Angestellter der Ruf-Werke zu erkennen und waren erfreut zu erfahren, dass das Gebäude einer neuen Bestimmung zugeführt wird. Die Kunstausstellungen selber lösen zwiespältige Gefühle aus. Während die einen begeistert sind, schütteln andere mit dem Kopf und eilen weiter. Langfristig würden wir uns wünschen, dass sich das Häuschen zu einem kulturellen Treffpunkt nicht nur für Kunstfreunde entwickelt und dauerhaft etabliert. Das geht natürlich nicht ohne notwendige Investitionen in das Gebäude. Aber es wäre eine sinnvolle Perspektive für ein außergewöhnliches Gebäude und ein Aushängeschild für die Gemeinde.
Karina Hentschel


Jürgen Herr, Joe Haneder, Lutz Nagler, Christoph Fuchs, Karina Hentschel und Bürgermeisterin Ursula Mayer am Eröffnungsabend.