Das Ende der Galerie kunstvoll ermöglicht ein außergewöhnliches Kunstprojekt:
Vier GRAFFITI-Künstler verwandeln das Galeriegebäude in ein Kunstobjekt.

FAZE 183, Fanta, Matrix und Werk machten am 27.Oktober 2013 aus dem Galeriegebäude ein farbenfrohes Gesamtkunstwerk. Hinter den künstlerischen Pseudonymen verbergen sich u.a. der Grafikdesigner Georg Spiegel der bereits seit Ende der neunziger Jahre als Sprayer aktiv ist: "Es wird eine spannende, farbenfrohe Zusammenarbeit, um die verschiedenen Stilrichtungen von uns interessant und anschaulich in Szene zu setzen."

Die Süddeutsche Zeitung über die Verwandlung der Galerie: » Bunter Kontrapunkt


 

FINISSAGE
Finissage mit der ROOF-Band am 25.Oktober 2013

Die große Finissage der Galerie kunstvoll war die letzte Gelegenheit, das alte Pförtnerhäusl "in Aktion" zu sehen. In dieser Ausstellung wurden noch einmal die Highlights der besten Künstler gezeigt.


 

07.August - 30.September
Caro Renner: Gefühlsbilder

Angeregt durch ihre Mutter malte die 18-jährige Abiturientin Caro Renner in deren Atelier mit großer Begeisterung seit sie ein kleines Kind war. Sie experimentierte mit Acrylfarben, Buntstiften und Filzstiften; aber Bleistiften waren ihr doch am liebsten. Vor allem interssiert sich Caro für die Anatomie des Menschen und wie man Emotionen und Stimmungen visuell ausdrücken kann: "Ich habe lange darüber nachgedacht, Kunst zu studieren, aber die Psychologie interesiert mich letzten Endes doch am meisten, deswegen überlege ich Kunsttherapeutin zu werden."


 

29.Juni - 28.Juli

Unter dem Titel "Gemischtes Doppel – Dobles Mixtos" hat die Kuratorin Mariela Gomez-Held genreübergreifende Werke von 8 internationalen Autoren und Künstlern gebündelt, um einen Dialog zwischen der Ausdrucksform des Worts und jener der bildenden Kunst herzustellen. Dabei zeigt sie über kulturelle Grenzen hinweg die Verbundenheit von Sprache und Kunst anhand deutsch-argentinischer Beispiele.

Der Bereich "Sprache" umfasst dabei Worte, Bilder und Laute wie z.B. Schweigen, Schreien, Flüstern, Murmeln und Echos. Die "sichtbare" Kunst zeigt Exponate die sich auf das Wort beziehen: Videos, verbal-intervenierte Fotografie, Malerei, Zeichnung, gemalte Poesie und Buchkunst.

Kunstlehrer Günther Nosch spielt in seinen poetischen Systemen mit der Struktur von Texten und ihrem akustischen Klang. Ilse Bubs pointiert ausgefeilte Betrachtungen basieren auf nächtlichen Einfällen, im Halbschlaf auf einem Zettel notiert. Robert Königshausen betrachtet verbal und fotografisch das Stadtleben, die Natur oder das menschliche Miteinander in all seinen Facetten. Mariellage nimmt in ihren Bildern Literatur bzw. Texte als tatsächliche Malgrundlage. Die Video-Künstlerinnen Tamara Domenech und Laura Lopez zeigen "Sprach-Bilder" und Walter Álvarez und Mirta Córdobas Kunstwerke sind praktisch gemalte "Wort-Bilder".

Zu den Bildern:

Zu den Wortkünstlern:


 

16.März - 25.Mai
Dialog 3: Absenzen / Ausencias

Bereits zum dritten Mal präsentiert die Galerie kunstvoll in Zusammenarbeit mit der argentinischen Kuratorin Mariela Gómez Erro einen künstlerischen Dialog zwischen Deutschland und Argentinien. Der Titel nimmt Bezug den argentinischen Komponisten Astor Piazzolla und den spanischen Philosophen Enrique Pajon Mecloy. Beide habe Werke mit dem Titel Absenzen geschaffen: Piazolla einen Tango und Pajon Mecloy ein Buch, das sich mit dem "Fehlenden" befasst.

Gomez Erro: "Nur in der Imagination des Handelnden kann sich das Unterbewussteinsein manifestieren, aber niemals in der Realität Gestalt annehmen. Alle Werke der zehn argentinischen Künstler setzen sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Verlassensein, der Verzweiflung, dem Zurückgelassenen und eben diesem Fehlende, der Absenz, auseinander."

» Die Farbe der Verzweiflung
Münchner Merkur vom 22.03.2013



 

27.Januar - 09.März
Leuchtende Tiefsee

Ein Kunstprojekt der Klassen 6d und 6f des Gymnaisums Oberhaching unter der Leitung von Susanne Hanus.

» Die Tiefsee ist zum Greifen nah
Münchner Merkur vom 29.09.2012

Die Tiefsee wird auch als "Dunkelkammer des Lebens" gesehen werden, denn erst 1% der dort lebenden Spezies sind bekannt. Riesenkraken, leuchtende Fische, geisterhafte Quallen und urzeitliche Korallen - eine bizarre, wundervolle und einzigartige Welt öffnet sich dem Betrachter. Im Rahmen eines Kunstprojekts haben Schüler zweier sechster Klassen des Gymnasiums Oberhaching jetzt dieser geheimnisvollen Tierwelt zum Leben erweckt. Wirklich existierende biologische Phänomene wie der Anglerfisch, der mit seinen Leuchtorganen seine Nahrung zu sich lockt, sind ebenso zu sehen wie phantasievolle Kraeationen der Schüler.

Die Kunstlehrerin Susanne Hanus studierte an den Kunstakademien in Berlin, Dresden und München und machte 2011 das Staatsexamen. Sie hat unzählige Förderpreise und Stipendien bekommen und arbeitete europaweit an vielen Kunstprojekten mit. Als Spezialistin für die künstlerische Verarbeitung kleiner Räume stand sie der Galerie kunstvoll bereits im vergangenen Jahr mit dem Verstrickungsprojekt Pate und betreute in Dresden ebenfalls ein zum Kunstmittelpunkt umgewidmetes Pförtnerhäuschen.

Ganz herzlich möchten wir uns beim Freundeskreis des Gymnasiums Oberhaching bedanken, ohne deren Hilfe das Material und die Beleuchtung nicht zu beschaffen gewesen wären. Gerade das Schwarzlicht ermöglicht einen "realistischen" Einblick in die dunkle und kalte Tiefess mit allen zu entdeckenden Geheimnissen.